Fort- und Weiterbildungsprogramm

Tatort Krankenhaus - Deeskalationstraining für den Umgang mit verbaler Aggression

Viele Kliniken berichten von zunehmender verbaler und auch physischer Gewalt in der Notaufnahme. Beschimpfungen, Bedrohungen und verbale Aggression gehören für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum belastenden Arbeitsalltag. Lange Wartezeiten, unterschiedliche Einschätzungen der Behandlungsdringlichkeit sowie Patienten in Krisensituationen, mit Schmerzen oder unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen können zu einer angespannten und aggressiven Atmosphäre führen.

Wie erkenne ich frühzeitig, dass eine Situation zu eskalieren droht? Wie kann ich angemessen reagieren? Und welche Kommunikation hilft, eine Eskalation zu verhindern?

Das Seminar ist als praxisorientiertes Deeskalationstraining konzipiert. Die Teilnehmenden lernen, drohende Eskalationen frühzeitig wahrzunehmen und Situationen hinsichtlich ihres Eskalationspotenzials einzuschätzen. Grundlagen der kommunikativen Deeskalation sowie verbale und nonverbale Strategien werden vermittelt und in praktischen Übungen erprobt.

Anhand konkreter Situationen aus dem Berufsalltag der Notaufnahme werden unterschiedliche Verhaltensweisen und Reaktionsmöglichkeiten ausprobiert. Dabei wird auch die eigene Wirkung in angespannten Situationen reflektiert. Goldsätze und Giftsätze verdeutlichen, welche Formulierungen deeskalierend wirken und welche eine Situation möglicherweise weiter verschärfen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit den eigenen Emotionen und Ressourcen. Die Teilnehmenden setzen sich damit auseinander, wie sie auch in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben und mit belastenden Gewalterfahrungen umgehen können.

Ziel des Trainings ist es, das individuelle Handlungsrepertoire zu erweitern und mehr Sicherheit im deeskalierenden Umgang mit verbaler Aggression in der Notaufnahme zu gewinnen.

Ihr Nutzen

Nach dem Training können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

  • Anzeichen für eine drohende Eskalation frühzeitig erkennen und einschätzen
  • verschiedene Eskalationsstufen unterscheiden und ihr Verhalten daran ausrichten
  • grundlegende Prinzipien der kommunikativen Deeskalation anwenden
  • verbale und nonverbale Deeskalationsstrategien gezielt einsetzen
  • auch bei verbalen Angriffen handlungsfähig und lösungsorientiert bleiben
  • deeskalierende und eskalationsfördernde Formulierungen unterscheiden
  • die eigene Wirkung und das eigene Verhalten in angespannten Situationen reflektieren
  • eigene Ressourcen und Grenzen im Umgang mit aggressiven Situationen wahrnehmen

Themen

  • Wahrnehmung und Einschätzung eskalierender Situationen – Eskalationsstufen-Modell
  • Grundlagen der kommunikativen Deeskalation
  • Verbale und nonverbale Deeskalationsstrategien
  • Lösungsorientiertes Verhalten bei verbalen Angriffen
  • Emotionen und eigenes Verhalten in Konfliktsituationen
  • Goldsätze und Giftsätze in kritischen Situationen
  • Eigene Ressourcen und Grenzen
  • Umgang mit belastenden Gewalterfahrungen

Seminarmethoden

Im Training wechseln sich kurze theoretische Inputs mit praktischen Übungen und der Bearbeitung konkreter Situationen aus dem Berufsalltag der Notaufnahme ab. Eigene erlebte Situationen können eingebracht, analysiert und mit unterschiedlichen deeskalierenden Verhaltensweisen neu ausprobiert werden. Kommunikationsstrategien werden praktisch erprobt und anhand von Feedback reflektiert und gefestigt.

Der Praxisbezug und das konkrete Einüben von Deeskalationsstrategien stehen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erweitern dadurch ihr persönliches Handlungsrepertoire und gewinnen mehr Sicherheit für den Umgang mit angespannten und aggressiven Situationen in der Notaufnahme.

Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Pflege, die in der Notaufnahme tätig sind und ihre Sicherheit und Handlungskompetenz im Umgang mit verbaler Aggression und eskalierenden Situationen stärken möchten.

Seminarinformationen

Kategorie:

Präsenz-Seminare, Professioneller Umgang mit Patienten und Angehörigen, Persönlichkeitsentwicklung, Konfliktmanagement

Referenten:

  • Frau Dipl.-Psych. Annette Pärtzel TEAMERLEI Personaltraining und Beratung

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Fortbildungspunkte für beruflich Pflegende:

8 Punkte

Teilnahmegebühr

325 EUR für Mitglieder des BBDK
425 EUR für Nichtmitglieder

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